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INNOspace-Weekend 2017

Das INNOspace-Weekend ist eine ab 2017 jährlich stattfindende Veranstaltung, auf der es im Rahmen einer 3-tägigen konferenzartigen Veranstaltung darum geht, ein Raumfahrt-Start-Up zu entwickeln, komplett von der eigenen Idee über die Planung, Durchführung und den Business-Plan bis hin zur finalen Präsentation am Ende des Events.

Neben diesem übergeordneten Thema geht es auf dem Wochenende um noch viel mehr: Neben Vorträgen von Raumfahrtszenegrößen wie Mitarbeiter des DLR, Professoren der International Space University (ISU) in Straßburg und Gründern von Raumfahrtfirmen ist auch das Networking relevant.

Im Zuge der Entwicklung einer Idee hin zum Start-Up, gab es des Weiteren die Möglichkeit mit Mentoren zu verschiedenen Themen zu reden und wichtige andere Blickwinkel zu erlangen.

Für uns vom TUDSaT-Team begann das Wochenende am frühen Freitagmorgen mit der Fahrt von Darmstadt nach Köln. Nachdem wir in den Räumen des „Solutionspace“ ankamen und die Einführung  sowie Begrüßungsworte u. a. vom Vorstandsmitglied des DLR, Herrn Dr. Gerd Gruppe, und der Bürgermeisterin von Köln, Henriette Reker, gehört hatten, begannen die anfänglichen Touren. Diese wurden als Einstimmung gesehen und gingen in drei verschiedene Einrichtungen, das DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt), die Kölner Ford-Werke (Amerikanischer Automobilhersteller) und zu RheinCargo, einem Logistikunternehmen.

Wir nahmen an der Tour ins DLR teil und konnten neben dem „Envi-Hub“, indem verschiedene Experimente vorbereitet werden und eine Zentrifuge steht auch das deutsche Kontrollzentrum der ISS besichtigen, wo wir per Liveübertragung einen Sonnenaufgang an der Raumstation sehen konnten.

Anschließend wurde zurück in den Räumlichkeiten des Solutionspace an Ideen- sowie Designworkshops gearbeitet, in welchen wir Überlegungen für die spätere Start-Up-Entwicklung ausfeilten. Am Abend wurden viele verschiedene Ideen präsentiert und Teams um jene Ideen formiert, die den meisten Anklang gefunden hatten.

Wir von TUDSaT traten dem Team, das sich um die vorläufige Idee gebildet hatte, im Weltraum Ressourcen abzubauen und diese im Erd- oder Mondorbit zur Verfügung zu stellen, bei.
Damit endete der erste Tag des INNOspace-Wochenendes.

Am Samstag ging es früh morgens direkt nach einführenden Vorträgen mit der Entwicklung der Start-Ups los. Im Zuge der Entwicklung unserer Idee redeten wir unter anderem mit Vizepräsidenten von Virgin Orbit, William Pomerantz, dem Professor der ISU Walter Peters und vielen anderen.

Durch diesen wichtigen Input konnten wir unser Projekt um einen Mock-Up Prototypen erweitern und viele wichtige Randbedingungen festlegen. Die Grundidee unseres Projekts war nun, auf dem Mond nach Wasser zu suchen, dieses zu extrahieren und in den Mondorbit zuschicken. Das Wasser könnte man auch auf dem Mond zur Verfügung stellen, wo in naher Zukunft Menschen arbeiten könnten. Auch hätte man es in Wasserstoff und Sauerstoff aufteilen können und so einen potenten  Treibstoff erhalten, komplett aus extraterrestrischer Produktion.

Der Samstag endete mit Präsentationen von Gründern von Start-Ups aus der Raumfahrtszene, bei welchen man viel über Marketing und Wirtschaft in diesem Gewerbe lernen konnte.

Der letzte Tag war gekennzeichnet von der Fertigstellung der jeweiligen Ideen sowie den finalen Präsentationen. Bis nach dem Mittagessen wurde fieberhaft an den letzten Ecken und Kanten der Projekte gearbeitet. Gegen Nachmittag stellten alle Teams der Reihe nach vor einer Jury ihre Projekte vor, die  unter anderem aus  Prof. Olivier de Weck, Professor des MIT (Massachussets Institute of Technology), Dr. Franziska Zeitler (Head of Innovation DLR) und Dr. Timo Stuffler (Director of Business Development OHB) bestand. Nach dem anschließenden Abendessen wurden die Gewinner bekannt gegeben und, wenn es auch gerade so nicht für’s Siegertreppchen reichte, wurde unsere Gruppe von mehreren Richtern und Mentoren zugesichert, dass unsere Idee Zukunft haben könnte. Und tatsächlich wurde einige Tage später auf der IAC 2017 in Adelaide durch SpaceX die Möglichkeit einer Mondbasis noch im nächsten Jahrzehnt vorgestellt. Auch ESA und Roskosmos erörterten die Möglichkeit einer Kooperation für eine  Mondbasis in näherer Zeit.

Dies nutzen wir unter anderem als Anstoß, uns weiterhin mit dem Projekt zu beschäftigen.

Das Event endete mit viel Networking und dem ein oder anderen Getränk zusammen mit den anderen Gruppen.

Abschließend lässt sich sagen, dass dieser Event unsere Erwartungen bei weitem übertroffen hat und auch noch lange nachwirken wird, was Kontakte, Motivation und Gelerntes angeht. Ich kann jedem, der sich für die Raumfahrtindustrie interessiert oder in ihr arbeiten möchte nur empfehlen, am INNOspace-Weekend nächstes Jahr teilzunehmen. Es lohnt sich bestimmt!

 

 

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